Capri        
 
   
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(zurück-) bekommen, hat der in Anacapri geborene und italienweit renommierte Fotograf auch die restlichen Mitbewohner vom Bann purer Dienerschaft befreit: Jungen sind hier tatsächlich Jungen und keine ephebenhaften Lustknaben, Frauen keine zaubrischen Luftspiegelungen, sondern – je nachdem – südliche Schönheiten oder kompakte Mammas.

Claretta Cerios elegante Texte tun ein Übriges: Bar jeder Auftragsroutine, erfreuen sie in zweifacher Hinsicht – als profunde Überlegungen zu Geschichte und Tradition der Insel sowie als Quelle von gehobenem Klatsch und Tratsch. Die ebenfalls hier geborene Schriftstellerin erzählt mit leichter Hand von den eitlen Posen Curzio Malapartes und der Egomanie Axel Munthes (Älterne vielleicht noch bekannt in Gestalt eines dauerfröhlichen O. W. Fischer in der Verfilmung des »Buchs von San Michele«), sie lässt den schwulen Pappmaché-Ästhetizisten Baron Jacques d’Adelswärd Fersen (1880 – 1923) auftreten, erinnert jedoch auch an die dunklen Tage der Insel, ehe die Amerikaner im Jahr 1943
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