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mare- Seite 3
Mussolinis Faschisten davonjagen konnten. Wohin freilich?, fragt man sich und erhält eine sehr italienische Antwort: Hinterher war’s wieder mal keiner gewesen. Aber wahrscheinlich ist auch das Capri, ein bei aller Offenheit verschworenes Eiland, das schon im Alten Rom Suetons Bericht von quasi multisexuelen Orgien in Grotten und Felshöhlen mit großäugigem Abscheu von sich gewiesen hätte: Aber wir doch nicht! Das Sympatische an Claretta Cerios Texten ist nun, dass sie selbst bei solchen Episoden nicht ins Altjüngferlich-Munkelnde verfallen – und auch zur Capreser Gegenwart einiges zu sagen haben. Ein Buch also für Capri-Kenner und -Novizen gleichermaßen, für Romantiker und Realisten. Und nicht zuletzt für jene, die bis jetzt dachten, die Insel sei ohnehin rettungslos démodé. Von wegen. »Capri«, Hrsg. von Yvonne Meyer-Lohr, Texte Claretta Cerio, Fotografien Umberto D’Aniello, Prestel Verlag, München, 2007, 320 Seiten, 98 Euro |
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