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Süddeutsche Zeitung -Seite 2
Der Italiener Umberto D‘Aniello ist der Fotograf des Bildbands von Yvonne Meyer-Lohr über Capri, der sich in der Menge der Literatur über dieses kleine Fleckchen Erde ausmacht wie ein kalter Felsen im lauwarmen Wasser. Schwarz und weiß sind seine Fotografien, und vor allem liefern sie das Bild einer urzeitlichen, zwar heroischen, aber im Grunde abweisenden, ja dämonischen Landschaft, der ein winterliches Kalabrien viel näher zu sein scheint als Portofino oder Saint Tropez. Selbst die mondänen Menschen, die er gelegentlich auf das Bild bannt, so wie sie durch die Via Camerelle schreiten, eine der teuren Einkaufstraßen, oder auf der Terrasse des Hotels Quisisana sitzen, erscheinen hier als herbe Gestalten eines melancholisch strengen Weltzustands, der seinen äußersten Ausdruck in dieser Insel im Mittelmeer zu haben scheint.
Und es spricht viel dafür, dass er in diesen Bildern weitaus mehr auch vom Reiz, |
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